Folgen

Kondensation in Zelten

Wie kommt es zu Kondenswasserbildung im Zelt?

Im Allgemeinen ist es im Zelt wärmer als in der Umgebung, da der Schläfer Wärme abgibt. Auch erhöht sich im Zelt die Luftfeuchtigkeit bzw. die Wasserdampfmenge in der Luft - durch Atmung, Transpiration und ggf. auch noch durch aufsteigende Bodenfeuchte von tagsüber aufgewärmten Böden. 

Wärmere Luft kann mehr Wasser aufnehmen als kältere Luft. Herrschen im Zelt 15°C und 100% Luftfeuchtigkeit [%rH], so sind ca. 11 g Wasser in einem kg Luft gelöst (Wasserdampf). Bei einer Umgebungstemperatur von 5°C und 70% rH sind dies nur noch ca. 4g. D.h. 7 g Wasserdampf verwandeln sich in Wasser und müssen sich niederschlagen. In extremen Fällen kann dies sogar am Innenzelt geschehen, da auch das eine (kühlere) Barriere darstellt (auch wenn es luftdurchlässig ist) wie z.B. ein Spinnennetz, das Tautropfen fängt. Häufig werden im Inneren mehr als 100% rH erreicht, dann schlägt sich zusätzliches Kondenswasser nieder, wie z.B. an der kühlen Scheibe des Badezimmers nach dem Duschen.

Je kleiner das das Zelt ist desto größer ist der Effekt, da das Luftvolumen im Zelt geringer ist. Eine geringere Luftbewegung (ohne Wind ist die Wirkung von Belüftungsöffnungen begrenzt) führt ebenso zu einer größeren Menge an sich niederschlagendem Wasser. Es empfiehlt sich also zusätzlich Teile der Eingänge offen zu lassen. Die können ggf. extra abgespannt werden, um ein Einregnen zu vermeiden.

Bei Silikon beschichteten Zelten verstärkt sich der Effekt nochmals, da Silikon, anders als Polyurethan (PU) Baumwolle nicht hydrophil (Wasser liebend) ist. Es kann auftretendes Kondenswasser nicht teilweise aufnehmen. Die Vorteile dieser Textilien sind eine höhere UV-Beständigkeit und Reißfestigkeit, sowie ein deutlich leichteres Gewicht.

War dieser Beitrag hilfreich?
0 von 0 fanden dies hilfreich
Haben Sie Fragen? Anfrage einreichen
Powered by Zendesk